Classifying sensory profiles of children in the general population

Sensorische Sensibilität und Nahrungsmittelselektivität bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung


Ziel der Studie/ Klinische Frage

Absicht der Studie war es  

[1] verschiedene Subtypen von sensorischer Verarbeitung bei Kindern mit und ohne Entwicklungseinschränkungen zu identifizieren und in Gruppen zu klassifizieren 

[2] festzustellen, in welchem Ausmaß sich die Subtypen in Bezug auf die Charakteristika der Kinder (Alter, Diagnose) unterschieden.


Studiendesign
Diese Querschnittsstudie nutzte eine Probe (n = 1132), die von einer größeren Studie zur Zuverlässigkeit und Validierung sensorischer Profile stammte (2.d Edition Child Form, Dunn 2014). 

Datenanalyse
Latente Profil Analyse (LPA) der MPLUS version 7.0 (Muthén & Muthén 2012) wurde für die die erste Forschungsfrage genutzt, eine Varianzanalyse für die zweite. 


Zielgruppe / Stichprobengröße

Die aktuelle Studie nutzte eine zweckmäßige Probe, rekrutiert aus einer größeren nationalen Standardisierungsstudie. Teilnehmer/innen wurden aus der gesamten USA rekrutiert und die Daten wurden online erhoben.
Für die aktuelle Analyse wurden 1132 Teilnehmer/innen im Alter von 3-14 Jahren mit (laut Eltern) typischer Entwicklung (n = 788), ASD(n=77), ADHD(n=44), ASD+ADHD (n=24), Lernbehinderung (n=44), geistiger Behinderung (n=9), Down Syndrom (n=9), Entwicklungsverzögerung (n=11) und anderer Störungen, z.B. Frühgeburt (n=11) und besonders talentierte (n = 18) verwendet.
Die Diagnose wurden über Elternbefragungen bei 69% der Proben verifiziert.


Datenerhebung / Verwendete Instrumente

[1] Fragebogen für die Bezugspersonen zu demographischen Fragen
[2] Sensory Profile 2 (Dunn, 2014)


Ergebnisse und Befunde & Klinische Bedeutung

Fünf sensorische Subtypen/Profile kristallisierten sich bei den TN heraus: 
1. Balanced sensory profile, n=890, wies Scores innerhalb der durchschnittlichen Spannweite auf. 
2. Interested sensory profile, n =83, hohe Werte im Sensorischen Suchen 
3. Intense sensory profile, n=58, zeigte hohe sensorische Werte über alle Muster auf. 
4. Mellow until … sensory profile, n=50, wies erhöhte Werte in den Quadranten  „Bemerken“ und „Vermeidung“. 
5. Vigilant sensory profile, n=51, hohe Werte in den Quadranten „Vermeiden“ und „Empfinden/Sensitivität“.
Die Subtypen unterschieden sich in der Intensität und der Verteilung der sensorischen
Eigenschaften (Features). Alle Subtypen beinhalteten Kinder mit und ohne Einschränkungen 

Mit Hilfe der identifizierten Subtypen können die Ergebnisse des SP-2 in der Praxis für Diagnostik und Therapie besser eingeordnet und interpretiert werden.


Limitationen der Studie

Es fehlen Verhaltensmessungen zur Bestätigung der von den Eltern berichteten Diagnose (nur 69% validierte Diagnosen).